1. Fehlt die Seite im Index oder steht sie nur weiter hinten?
Nicht gefunden zu werden kann zwei Dinge bedeuten: Google hat eine Seite noch nicht aufgenommen, oder die Seite erscheint für den gesuchten Begriff erst weit hinten. Suchen Sie deshalb nicht nur nach Ihrer Leistung und Ihrer Stadt, sondern prüfen Sie die konkrete Seitenadresse in der Google Search Console.
Eine Suche mit site:ihre-domain.de kann erste Hinweise geben. Sie ist aber keine vollständige Liste des Google-Index. Die URL-Prüfung Ihrer bestätigten Website ist die bessere Grundlage, um den Status einer bestimmten Seite zu verstehen.
2. Zeigt die richtige Domain auf die richtige Website?
Beim Aufbau gibt es häufig eine Vorschauadresse und die spätere Unternehmensdomain. Öffnen Sie die endgültige Domain in einem privaten Browserfenster und vergleichen Sie Startseite, Leistungen und Ratgeber mit dem freigegebenen Stand. Eine neue Version auf einer Vorschauadresse ersetzt die bestehende Website nicht automatisch.
Wenn die Domain noch auf den bisherigen Anbieter zeigt, sehen Besucher und Suchmaschinen weiterhin dessen Inhalte. Verbinden Sie die endgültige Domain mit dem richtigen Projekt und kontrollieren Sie danach auch die einzelnen Unterseiten.
- Startseite und wichtige Unterseiten unter der endgültigen Domain öffnen
- HTTPS und Weiterleitung der www-Variante kontrollieren
- Nicht mehr vorhandene Adressen nur auf passende Nachfolgeseiten weiterleiten
- Bei einem Hostingwechsel bestehende E-Mail- und Verifizierungs-Einträge erhalten
3. Kann Google den Inhalt abrufen?
Eine Seite muss öffentlich zugänglich sein und erfolgreich antworten. Passwortschutz, Serverfehler und fehlende Seiten verhindern die normale Aufnahme. Prüfen Sie in der Search Console mit dem Live-Test, ob Google die aktuelle Version abrufen kann.
robots.txt steuert das Crawlen. Ein noindex-Hinweis steuert, ob eine abrufbare Seite in den Suchindex aufgenommen werden soll. Prüfen Sie beides: Ein versehentlich aus der Entwicklung übernommenes noindex gehört nicht auf Ihre öffentliche Leistungsseite. Impressum oder Datenschutz können dagegen bewusst ausgeschlossen sein.
4. Sitemap einreichen und wichtige URLs kontrollieren
Bestätigen Sie die endgültige Domain in der Search Console. Falls Sie dafür einen DNS-Eintrag verwendet haben, muss dieser bei einem Hostingwechsel erhalten bleiben. Bei einer Bestätigung über ein HTML-Tag muss der Bestätigungscode auch auf der neuen Website vorhanden sein.
Reichen Sie die Sitemap-Adresse ein, häufig https://ihre-domain.de/sitemap.xml. Die Sitemap sollte die gewünschten indexierbaren Hauptadressen enthalten. Kontrollieren Sie anschließend die Startseite und zentrale Leistungsseiten über die URL-Prüfung und beantragen Sie bei Bedarf die Indexierung.
Eine eingereichte Sitemap oder ein Indexierungsantrag ist keine Zusage von Google. Wiederholtes Einreichen derselben URL beschleunigt den Vorgang nicht. Beobachten Sie den Status und beheben Sie konkrete Fehler, statt täglich denselben Antrag zu stellen.
5. Häufige Meldungen richtig einordnen
Bei „Gefunden – zurzeit nicht indexiert“ kennt Google die Adresse, hat sie aber noch nicht gecrawlt. Prüfen Sie interne Links und mögliche Erreichbarkeitsprobleme. Bei „Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert“ wurde die Seite bereits abgerufen; bewerten Sie dann insbesondere, ob sie eigenständige, hilfreiche Inhalte bietet.
Bei einer abweichenden kanonischen Seite hat Google eine andere Adresse als Hauptversion gewählt. Vergleichen Sie die von Ihnen angegebene Hauptadresse mit der von Google ausgewählten. Achten Sie auf widersprüchliche Links zwischen Vorschau-, www- und endgültiger Domain.
Ein 404-Status ist bei einer absichtlich nicht vorhandenen Seite richtig. Bei einer wichtigen Leistungsseite ist er dagegen ein Fehler. Wenn eine Seite dauerhaft umgezogen ist, sollte eine passende Weiterleitung zur neuen Adresse führen.
6. Wenn die Website indexiert ist, aber kaum Klicks erhält
Prüfen Sie im Leistungsbericht, für welche Suchanfragen welche Seiten erscheinen. Ein allgemeiner Startseitentext beantwortet eine konkrete Frage oft weniger gut als eine verständliche Leistungsseite mit Umfang, Ablauf, Ansprechpartner und Beispielen.
Ergänzen Sie belegbare Informationen: eigene Projekte mit Ausgangslage und Umsetzung, echte Kundenstimmen mit Zustimmung sowie Antworten auf häufige Fragen. Vermeiden Sie erfundene Bewertungen, beliebige Ortslisten und viele fast identische Seiten.
Bei lokalen Suchanfragen können zusätzlich ein berechtigtes Google-Unternehmensprofil, korrekte Unternehmensdaten und relevante regionale Verlinkungen helfen. Messen Sie die Entwicklung über mehrere Wochen. Die Aufnahme in den Index und ein gutes Ranking sind getrennte Ziele.